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Urban Landscapes, das ist zuerst einmal wörtlich zu nehmen. Bei der Serie geht es um Abbildungen urbaner Landschaften. Wichtiger für diese Arbeiten aber ist, dass Frank N innerhalb dieser Serie die Bedeutung des Wortes Fotografie (mit Licht zu malen) versucht „wörtlich“ umzusetzen.
Die in erster Linie durch Langzeitbelichtung (in der Kamera, und nicht durch digitale Nachbearbeitung) entstandenen Bilder, wirken wild und verschwommen, unvollständig und nebulös. Wie Träume, die an einem vorbeirasen. Die Bilder haben mehr als nur den Anschein gemalt zu sein, dennoch handelt es sich eindeutig um Fotografien. Außer Frage, dass es Frank N bei dieser Serie nicht darum geht, in einem „klassisch fotografischen“ Verständnis Stadtlandschaften oder Architektur einzufrieren und oder festzuhalten. Nichts ist hier gefroren, vielmehr verflüssigt sich alles und daraus entstehen dann in diesen Bildern Objekte, die es so - wie sie präsentiert werden - gar nicht gibt. Es sind Dinge, die in der Zeit (während der Belichtungszeit) entstehen. Die reale Welt wird in diesen Bildern zerlegt, die Wirklichkeit geht verloren, alltägliche Sichtweisen werden in Frage gestellt. Formen werden deformiert, dann abweichend wieder zusammengefügt, um sie aus neuem Blickwinkel betrachten zu können.Immer noch werden Fotografien mehrheitlich als ein Medium angesehen, welches die Realität abbildet. Auch deshalb wirken die Bilder der Serie Urban Landscapes verwirrend, sie versuchen nicht die Dinge so darzustellen, wie wir glauben sie zu sehen - oder sehen zu müssen.